Schön gesehen: The Year Ahead

7 min
Ingrid S. Hofer
Vom Beenden, von
Übergängen & Neuanfängen

Etwas das ich allen, die selbstbestimmt und kreativ ihr Leben gestalten wollen, ans Herz legen möchte. Abschließen, um neu anzufangen. Immer wieder. Wir haben zu wenig Kultur in den Themen des Beendens, der Neubeginne und der Zeit dazwischen – den unbeliebten Übergängen. Die Beschäftigung damit ist sehr wertvoll für das Fokussieren der eigenen Visionen und zum Kraftsammeln.

Wie? Indem wir innehalten, reflektieren, bewusst Abschied nehmen (von Themen, Einstellungen oder ja, manchmal auch von Menschen) und das Neue willkommen heißen. Dann blicken wir mit Zuversicht oder zumindest inspiriert und mutgepolstert in die Zukunft. ‘The Year Ahead’ von YearCompass ist eine schöne Möglichkeit dazu.

Ich bin vor einigen Wochen durch eine liebe Freundin (Danke Zsuzsa 💛) auf ‘The Year Ahead’ gestoßen und wusste sofort, dass ist mein neues Ritual um den Jahreswechsel zu zelebrieren. The YearCompass bietet das Büchlein kostenlos zum Download auf der Website an.

Sich bewusst Zeit nehmen und das eigene Jahr Revue passieren lassen, entfacht eine richtige Kraft und riesen Portion Mut. Wir sortieren uns, machen uns bewusst was uns im letzten Jahr vielleicht zu viel Energie geraubt hat, resümieren und schließen ab. Das so wichtige Abschließen. Nicht verdrängen und beiseite schieben in der Hoffnung, dass es nicht mehr zurückkommt. Abschließen als das erneute Durchgehen dieser Erfahrung, das Erkennen der eigenen Haltung dazu und das Verabschieden. Es ist aber auch ein Zugestehen, dass wir nur Menschen sind, alle Fehler machen und öfter milde mit uns selbst sein sollten.

Dabei nehmen wir uns auch Zeit all das Positive des vergangenen Jahres herauszufiltern, es zu feiern – uns zu feiern. Schauen wir nicht alle zu selten zurück, um zu sehen welchen Weg wir bereits zurückgelegt haben? Da ist so vieles auf das jeder für sich stolz sein darf.

Genauso ist es bei den Träumen für die Zukunft. Den Mut haben nicht nur im Geheimen groß zu träumen, sondern diese Träume auch aufzuschreiben, macht sie ein Stück realer und greifbarer. Selbst wenn all das was wir uns wünschen noch unerreichbar weit weg scheint, sich überhaupt dieses ernsthafte Träumen in Form von visionärem Niederschreiben zuzugestehen, bewegt etwas in uns.

Wir selbst bestimmen wie weit unser Horizont reicht, und was wir alles für möglich halten, wenn auch noch ganz zart und insgeheim. Dabei die Gedanken frei spielen lassen lockert die manifestierten Limitierungen in uns. Doch eines ist klar, es steckt keine Zauberei dahinter. Denn unseren Herzensweg müssen wir dann auch selbst gehen (wollen). Wenn wir denken wir schaffen es, gehen wir auch selbstwirksamer den oft steinigen Weg. Aber ich finde er ist es wert, denn wenn wir ganz ehrlich sind, der Verzicht auf einen erfüllenderen Weg, wäre auf lange Frist die größere Belastung. Auch wenn es oft nur in ganz kleinen Schritten voran geht. All diese Schritte sollen gewürdigt werden, sie bedeuten die Welt für uns.

Doch um bei allem Visualisieren nicht in die Selbstoptimierungsfalle zu stolpern, geht es auch um unsere innere Leichtigkeit, den Spieltrieb mit diesen Gedanken zu entfachen. Oberflächlich betrachtet wollen wir immer sehr schnell relativ viel. Doch dieses konkrete bewusst machen, wie es auch ‘The Year Ahead’ bei uns anstupsen möchte, soll uns dahin leiten mit unseren innersten Wünschen und unserer wahren Intention für unseren Lebensweg sorgsamer umzugehen. Ohne das ganze ‘schneller, höher, weiter-Ding’. Was wir uns wirklich am allermeisten wünschen, und im Gegenzug was wir ganz klar hinter uns lassen wollen führt uns gleichermaßen auf den richtigen Weg der eigenen Mitte. Wenn wir hier ganz ehrlich mit uns selbst sind, lässt diese Art von Lebensgestaltung gesunde, kraftspendende Zentriertheit und Schaffenskraft in uns aufkeimen.

 

Artikel lesenswert?
Bewerten:
Fotocredits: © by Ingrid S. Hofer | Desinn.today